Antrag Kulturloge in Kaiserslautern

Andreas Rahm Allgemein 0 Comments

Die SPD-Fraktion hat in der Stadtratssitzung am 23.03.2015  erneut den Antrag zu

Gründung einer Kulturloge in Kaiserslautern

gestellt.

Die Verwaltung wird gebeten, die Gründung einer Kulturloge zu unterstützen und eine Beschlussvorlage vorzubereiten, um zukünftig Freikartenkontingente aus städtischen Kultureinrichtungen u. a. Fruchthalle, Theodor-Zink- Museum zur Verfügung zu stellen.

Mittlerweile gibt es neun freiwillig Ehrenamtliche, die die notwendige Vermittlungsarbeit übernehmen werden und welche auch bereit sind, einen gleichnamigen Verein Kulturloge Kaiserslautern zu gründen.

Idee und Ziel der Kulturloge Kaiserslautern soll sein, Menschen mit niedrigem Einkommen bzw. mit staatlicher Unterstützung eine Möglichkeit zu geben, wieder am kulturellen und vielfältigen Leben, sowie Freizeitaktivitäten der Stadt Kaiserslautern teilnehmen zulassen. Menschen, die bereits in sozialen und öffentlichen Einrichtungen als „Niedrigeinkommer“ vermerkt bzw. gemeldet sind, sollen durch die Kulturloge auf kulturelle Veranstaltungen aufmerksam gemacht werden, die am Abend oder Vorabend noch über freie Plätze verfügen. Die Anzahl der verfügbaren Tickets bzw. Plätze ist den Veranstaltern offengelassen und variiert von Veranstaltung zu Veranstaltung. In einem Verteiler werden die Personen, je nach Anzahl der Tickets einen Tag vor der Veranstaltung bzw. bis spätestens 17:00 Uhr persönlich angerufen, kurz informiert und gefragt ob sie auf „Gästeliste“ zu dieser Veranstaltung gesetzt werden möchten. An der Veranstaltung selbst muss die Person nur ihren Namen an der Kasse oder Einlass nennen.

Kernaussagen des Projektes:

  1. Veranstalter sollen nur Plätze anbieten, die sie nicht mehr verkaufen können
  2. Gäste müssen keinen monetären Betrag leisten (weder an den evtl. zu gründenden Verein noch an die Veranstalter)
  3. Gäste müssen direkt vom zu gründenden Verein telefonisch angesprochen werden und auf die Veranstaltung hingewiesen werden
  4. Gäste müssen an der Abendkasse nur ihren Namen nennen ggf. Personalausweis vorlegen. Veranstalter darf nicht nach Bedürftigkeitsausweise fragen
  5. Der zu gründende Verein muss den Veranstaltern garantieren, dass die Freikarten nur an Menschen gehen, die tatsächlich bedürftig sind.

 

Die Kulturloge Kaiserslautern soll Menschen die Möglichkeit geben, am gesellschaftlichen Leben zu partizipieren und sich durch die direkte Ansprache wieder eingeladen und erwünscht fühlen. Wichtig ist, dass dies ohne öffentliche Darlegung des Einkommensstatus geschieht. Kultur ist ein wichtiger gesellschaftlicher Motor und trägt stark zu unserer Bildungslandschaft bei. In Kaiserslautern haben wir eine kulturelle Vielfalt, aber auch eine große Zahl von Menschen in Armut. Diese beiden Seiten können über die Kulturloge Kaiserslautern zueinander finden, damit nicht nur Austausch und Partizipation ermöglicht wird, sondern auch ein weiteres Stück Lebensfreude und Inspiration in den Alltag der Menschen gelangt.Frei nach dem Tafel-Prinzip: „Gebt uns das, was ihr nicht verkaufen könnt“. Dadurch ermöglichen wir eine nachhaltige und optimale Ausnutzung von vorhandenen Ressourcen.
Vorbild der Kulturloge Kaiserslautern soll die Marburger Kulturloge sein. Die  Ideengeberinnen und Verantwortlichen in Marburg sind Christine Krauskopf und Hilde Rektorschek.

Vorteile für Partner/Veranstalter:

  1. Netzwerke und Partner dürfen Logo und Namen auf Flyer/Plakate, Printmaterialien drucken, die stadtweit verteilt werden.
  2. Unser Projekt ist eine wunderbare Initiative um sich für Nachhaltigkeit, Bildung und Ehrenamt zu engagieren.
  3. Eine Vernetzung zwischen sozialen und kulturellen Einrichtungen findet gleichzeitig statt.
  4. Es kann als zusätzliches Engagement in der Öffentlichkeitsarbeit von Kulturveranstaltern eingebaut werden.
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Andreas Rahm

Fraktionsvorsitzender der SPD Fraktion Kaiserslautern. "Humor, menschliches Verständnis und Toleranz, sind das Rezept, mit dessen Hilfe Probleme gelöst werden."

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